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Die letzten Tage des Warschauer Gettos / Zivia Lubetkin
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schlossen alle einmütig, lieber unter der Erde gemeinsam für die Freiheit zu sterben wenn möglich mit der Waffe in der Hand als sich den Nazihenkern wie willenloses Schlachtvieh selbst auszuliefern. Wie hieß es doch in ihrem letzten Appell an die Welt, die droben im Lichte dahin­lebte: Wir wollen einen menschenwürdigen Tod sterben!" Das war das einzige, was den jüdischen Frauen, Greisen und Partisanen des Warschauer Gettos in jenen denk­würdigen sechs Wochen des Frühlings 1943 noch blieb. Nicht widerstandslos in die Gaskammern von Belsen, Auschwitz und Maidanek sich treiben zu lassen, sondern ,, einen menschenwürdigen Tod sterben".

Ist das wenig?

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Denn damit begann ja der Aufstand des Gettos. Diese letzten 30 000 Warschauer Juden hatten Anfang April 1943 erfahren, daß man nun auch sie in die Gaskammern schicken wollte wie zuvor hunderttausende Juden, Polen und arbeitsunfähige Menschen der, Niederrassen" Europas .

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SO hatten nach den

,, Wie hypnotisierte Kaninchen", zynischen Worten Himmlers bisher die meisten sich in die Waggons einpferchen und wegrollen lassen. Da sagten diese Gettojuden den Nazihenkern ein nicht miẞzuver­stehendes Nein! Die SS - Mannschaften, die an jenem Mor­gen des 19. April diese Warschauer Juden abtranspor­tieren sollten, waren völlig überrascht. Worin bestand das Nein des Warschauer Gettos? Die Einheiten des illegalen jüdischen Kampfbundes hatten plötzlich die Straßen­ecken besetzt, die SS wurde mit rasendem Gewehrfeuer und mit Handgranaten empfangen. Die deutschen Über­fallwagen fuhren auf nachts gelegte Minen auf und flogen in die Luft. Die SS, völlig konsterniert, zog sich an diesem Morgen schleunigst zurück.

An den folgenden Tagen ging sie mit Sonderkomman­dos, mit Flammenwerfern und Artillerie zum Gegen­angriff über. Jedesmal aber stieß sie auf einen gut orga­nisierten, entschlossenen Widerstand der jüdischen Parti­sanen. Nach zehntägigen, erbitterten Straßenkämpfen

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