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Die letzten Tage des Warschauer Gettos / Zivia Lubetkin
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keinem Zusammenstoß. Die schwerste Phase kam, als wir versuchten, über die aus der Stadt führende Brücke zu fahren. An jeder Brücke standen deutsche Posten, die jedes Auto durchsuchten. Unser Last­wagen fuhr von einer Straße zur anderen; wenn der Fahrer merkte, daß bei einer Brücke eine sorgfältige Untersuchung stattfand, kehrte er um, um einen anderen Ausweg zu suchen. Bei der vier­ten Brücke gelang es uns dann, in dem Durchein­ander des dichten Verkehrs unangefochten hinüber­zukommen und so den Wald von Mlochini, 7 km von Warschau , zu erreichen.

Unsere Flucht war von unseren Kameraden außerhalb des Gettos organisiert worden. Wenn die polnische Untergrundbewegung ein Unternehmen dieser Art in der Hauptstadt bei Tage hätte ver­suchen wollen, dann hätte sie dafür starke Kampf­einheiten einsetzen müssen. In unserem Fall wurde die ganze Aktion lediglich von drei Juden und einem Polen durchgeführt. Zwei von ihnen standen an den beiden Enden der Straße und verhinderten mit ihren Waffen jedermann daran, sie zu betreten. Ein polnischer Polizist erschien zufällig auf der Szene, und als einer unserer Kameraden ihn anschrie: ,, Fort von hier, oder ich schieße!" rannte er davon.

Einer unserer Kameraden hatte am Morgen eine Speditionsfirma angerufen, sie solle zwei Lastwagen nach der Frostastraße schicken, um Holzschuhe ab­zufahren. Als die Wagen kamen, war schon alles für die Befreiungsaktion vorbereitet. Unsere Kame­

raden gingen bewaffnet zu den Fahrern und sagten:

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