Druckschrift 
Junge Christen hinter Stacheldraht : Erlebnisse im Gefangenenlager für Jugendliche / Oskar Schnetter
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen

nisse der Menschwerdung. Wir ahnen etwas von der Größe und Schönheit dessen, daß Gott uns so in seine Schöpfungswelt hineinstellt. Ja, dabei merken wir, daß dem Reinen alles rein ist.

-

Aber was ist mit dem, der diese großen und zarten Geheim­nisse anders sieht? Der nur Schmuh damit in Verbindung bringt?

Ein Führer der Jugend hat einmal gesagt: Es ist keine Schande, wenn man fällt, aber es ist eine Schande, wenn man liegen bleibt und noch Freude daran hat."

Nun sprechen wir über den Weg aus dem Schmuß in die Reinheit, aus der Tiefe zur Höhe. Es gibt hier nur einen Weg, denn alle menschlichen Vorsätze scheitern:

der Weg des Glaubens an Jesus Christus !

Diesen Weg des Glaubens verkündigt die Kirche, die wir immer mehr und immer besser von der anderen Seite kennen­lernen wollen. Und das können wir nur, wenn wir in ihr stehen, wenn wir uns unter ihre Verkündigung stellen, das Wort Gottes hören und das Sakrament empfangen, die Vera gebung der Sünde.

-

So soll Dir jede Kirche, an der Du in der Heimat vorüber­gehst, ein Wegweiser sein. Ein Wegweiser hin zu Jesus Christus , dem Herrn Himmels und der Erde.-

Und wenn keine Kirche in Deiner Heimat mehr steht, dann tun es die Trümmerhaufen noch. Dann werden ,, die Steine schreien", wie es Jesus im Gespräch mit den Pharisäern ein­mal sagte, Luk. 19,40.-

Erkundige Du Dich aber, wo Deine Gemeinde sich zum Gottesdienst versammelt, wo sich die Jugend der Kirche um die Bibel scharf.

-

Dort ist Dein Plaz.

-

Von einem Jungen muß ich hier am Schluß des Büchleins noch kurz erzählen.

-

Wieder sind mehrere hundert Kameraden herausgezogen und zur Entlassung vorbereitet. In Fünferreihen stehen sie in einer

26