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Junge Christen hinter Stacheldraht : Erlebnisse im Gefangenenlager für Jugendliche / Oskar Schnetter
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bekenntnis geloben. Eine Gemeinschaft, in die man hinein­geboren und hineingetauft ist. So nehmen wir die Bibel, das Gesangbuch und den Katechismus hervor und erarbeiten uns die Wahrheiten der Kirche.

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Euch, die Ihr wieder den Weg in und mit der Kirche gehen wollt, wünsche ich, daß Ihr den rechten Kreis gefunden habt, um die Kirche von der anderen, von der rechten Seite zu er­leben. Ihr werdet es von Tag zu Tag besser spüren, daß die Kirche von innen anders aussieht als von außen. Es ist damit genauso wie mit den bunten Kirchenfenstern. Von außen be­trachtet, sieht man nur einzelne verglaste, zusammengesette Scherbenstücke. Von innen dagegen ganz anders. Das herein­fallende Licht läßt das Bild in seiner ganzen Schönheit erstrah­len und wir erkennen, was außen nicht einmal zu erahnen war. So ist es auch, wenn man die Kirche und ihr Leben von innen ansieht, wenn man mitten darin steht und nicht nur von außen medkert.

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Schon die ganze Woche hindurch ist im Lager die Jungen­stunde am Sonntag angekündigt. Der Erfolg zeigt sich an diesem Nachmittag. Vielleicht hat auch das Thema manchen angelockt: ,, Du und das Mädel". Reihe um Reihe sizen sie neben- und hintereinander. Wie gebannt hängen ihre Augen an meinen Lippen. Ab und an läßt dieser und jener den Kopf sinken. Er fühlt sich besonders getroffen. Ja, es ist nötig, daß wir über diese Frage der Geschlechter, über unsere Stellung zum Mädchen ein klares und offenes Wort sagen. Wer hat unserer Jugend denn darüber etwas gesagt? Die Schule? Sie konnte es nicht. Das Elternhaus? Darauf hat man nicht gehört. Die Straße hat hier gesprochen und ,, aufge­Wie klärt". Viele, sehr viele Gespräche bestätigen mir das. ein roter Faden zieht sich die Parole von Walter Fler durch diesen Nachmittag:

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,, Rein bleiben und reif werden."

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Mit offenen und ehrfurchtsvollen Worten sprechen wir über das Geheimnis der Geschlechter, über die ganz großen Geheim­

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