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Die Kirche- anders gesehen
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Endlich finde ich wieder einmal ein Stündchen Zeit zum Gang durch das Lager. Die Binde am linken Arm- mit dem violetten Streifen, der Kirchenfarbe verrät was ich bin: Camp- Seelsorger. Diese Binde am linken Arm hat geradezu eine Zauberwirkung. Einmal weiß jeder Posten sofort: den muß ich durchlassen. Unterwegs werde ich nicht angehalten und habe Zugang in allen anderen Camps. Die Hauptsache aber, jeder weiß, daß er es hier mit einem Seelsorger zu tun hat. Mancher Kamerad hat mich angehalten und manches Gespräch, lange Gespräch, wurde durch diese violette Binde am linken Arm geführt.
So gehe ich durch die Küche und unterhalte mich mit dem Kameraden, der gerade Holz hackt. Auf meine Frage nach dem zusätzlichen Schlag" für seine Arbeit sagt er nur: ,, Geht in Drdnung!" Aber dann fängt er an und erzählt beim Holzhacken von den ersten Wochen, in denen er gehungert hat. ,, Und dann habe ich mir Arbeit gesucht. Tag für Tag mache ich jetzt Holz Klein. Einmal brauche ich nicht mehr zu hungern und ich kann mithelfen, daß für meine Kameraden das Essen gekocht wird." Dbwohl ich garnicht danach frage, erzählt er weiter:„ Ich habe früher nicht gewußt, daß ein Glas klares Wasser und ein Stück trockenes Brot solch einen Wert hat. Wie oft habe ich geknurrt, wenn das Brot nicht dick genug geschmiert war und oft habe ich überhört, wenn die Mutter sagte ,,, mein Junge, Du wirst Dich auch noch einmal umsehen". Und heute fue ich es. Meinen Kindern werde ich es einmal immer wieder erzählen, was mir hier ein Stück Brot bedeutet, sie sollen es besser schäzen lernen als ich. Und genauso ist es mit dem Elternhaus. Wissen Sie, ich habe das Beten wieder gelernt und da zuallererst gedankt, daß ich solch ein Elternhaus habe. Und wissen Sie, jezt freue ich mich ja so darauf. Damit die Zeit bis dahin mir
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