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Junge Christen hinter Stacheldraht : Erlebnisse im Gefangenenlager für Jugendliche / Oskar Schnetter
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wenn er rechtschaffen ist, Geduld wirkt. Die Geduld aber soll festbleiben bis ans Ende, auf daß ihr seid vollkommen und ganz und keinen Mangel habt." Jakobus 1,2-4.

,, So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst fue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Dbrigkeit, auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Denn solches ist gut und angenehm vor Goff, unserm Heiland, welcher will, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Men­schen, nämlich der Mensch Jesus Christus , der sich selbst ge­geben hat für alle zur Erlösung, daß solches zu seiner Zeit gepredigt würde; dazu ich gesezt bin als Prediger und Apostel ( ich sage die Wahrheit in Christo und lüge nicht), als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit."

1. Timotheus 2,1-7.

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Der jezige Kamerad ist aus Halle. Wir gehen nebeneinander auf und ab und ich brauche eine ganze Zeit nur hinzuhören. Er erzählt mir von seiner Mutter. Ich habe selten einen Jungen so ehrfurchtsvoll und so dankbar von seiner Mutter reden hören, wie diesen hier. Kindlich schlicht erzählt er mir aus den Tagen, da seine Mutter ihn das Beten gelehrt hat, da sie am Betf mit ihm manches feine Abendlied sang. Ja auch davon, daß seine Mutter mit ihm die Bibel aufgeschlagen und die Ge­schichten gelesen und besprochen, die er später im Kindergottes­dienst und Konfirmandenunterricht gehört hat.

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Und dann hörte das alles auf. Er kam zum Arbeitsdienst. Später zur Wehrmacht . Von alledem, was seine Mutter mit ihm besprach, war dann keine Rede mehr, spielte auch keinerlei Rolle. Unter den Kameraden hörte er viele und andere Redereien und er hörte von dem Haß gegen Kirche und gegen die Bot­schaft der Kirche. In ihm begannen zwei Welten miteinander zu ringen. Keineswegs wollte er hinter seinen Kameraden

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