Druckschrift 
Junge Christen hinter Stacheldraht : Erlebnisse im Gefangenenlager für Jugendliche / Oskar Schnetter
Entstehung
Seite
8
Einzelbild herunterladen

Muffer, von solchen, die als Christen mit einem Bibelwort den Tag beginnen; nach der Parole: Kein Tag ohne Gottes Wort!-

Heute wird die zweite Hälfte des 8. Kapitels in der Apostel­geschichte gelesen, die Geschichte vom Kämmerer aus dem Moh­renland, wo es von ihm am Schluß heißt: er zog aber seine Straße fröhlich! So sprach ich über diese geschenkte Freude, die allein Christus geben kann und gibt! Mein Wunsch für alle ist, daß sie Hände und Herzen der Botschaft unseres Herrn öffnen und diese Freude im Herzen gewinnen. Die Freude, von der Paul Gerhardt einmal singt:

,, Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ ; das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist."

Mit den Worten der Jahreslosung: Lasset uns aufsehen auf Jesus , den Anfänger und Vollender des Glaubens", geloben wir unsere Treue.

-

Diese Morgenwache ist der Tagesanfang. Da nach uns die Katholiken zur Messe zum Altar wollen, gehen wir etwas zur Seite und sehen uns im Kreis nieder. Die vorhandenen Bibeln werden aufgeschlagen und es wird Bibelarbeit getrieben. Viele sigen darunter, die in diesen Stunden seit mehreren Jahren zum erstenmal wieder aus der Bibel hören, aber dafür wirklich mit dem Herzen hören. Zunächst beschäftigen uns Geschichten aus dem Lukas- und Johannesevangelium. Vornehmlich Geschichten, die urs zeigen, daß das Aufsehen auf Jesus den rechten und echten Lebensgewinn bringt. Dann schauen wir hinein in die Briefe des Apostels Paulus, und vor allem in solche, die aus der Gefangenschaft stammen. Paulus wird uns zum rechten Vorbild und zugleich zum Wegweiser hin zu Christus

-

"

-

wenn wir lesen: in Philipper- Brief 4,4: Freuet euch in dem Herrn allewege! und abermals sage ich: Freuet Euch!" Dder im Kolosser- Brief 3,2: Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist." Zwei Stunden hindurch be­schäftigt uns sein kleinster Brief, den er mit eigener Hand im

8

-