andere christliche Schriften. Ja, diese dicke Bibel liegt noch da. Eigentlich zu schade, denn viele, sehr viele der Jungs wollen eine Bibel zum Lesen haben. Aber bei diesem Regen geht es einfach nicht.
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Wie ich diesem Gedanken nachgehe, schaut ein Junge in mein Zelt herein, es ist ein Berliner. Die naß herunterhängenden Haare verdecken sein Gesicht so, daß ich ihn im ersten Augenblick garnicht erkenne. Und nun entsteht folgendes Gespräch: Er:„ Ich hätte gerne eine Bibel geborgt!"
Ich:„ Ja, ebenso gerne würde ich Dir eine geben, aber ich habe nur noch eine ganz große, diese hier."
Er:„ Das ist egal, die Hauptsache ist, ich habe eine Bibel." Ich: ,, Hast Du denn bei diesem Regenwetter Plaz zum Lesen?"
Er:„ Aber natürlich, wir haben doch unter 4 Mann eine Zeltbahn, das geht ganz prima. Wissen Sie, ich muß nämlich die Sache von Petrus nochmals nachlesen, wo er den hohen Herren immer so anständige Antworten gegeben hat. Das hat mir richtig imponiert."( Apg. 4.) Jch: ,, Aber was sagen denn Deine Kameraden, wenn Du mit solch einer Bibel anrückst?"
Er: Das ist mir ganz egal. Die wissen genau, daß ich immer zu den Bibelstunden gehe und der Kamerad Karl ist auch gestern mit bei der Abendandacht gewesen. Das schadet ihnen garnichts, ich hoffe, daß ich alle noch mit Heranschleifen kann."
Mit der dicken Bibel, die er mühsam unter seinem Rock verstaut, rückt er ab..
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Das Bord ist nun wieder ganz leer. Alle Testamente und Bibeln sind unterwegs. Ich weiß genau, daß sie nicht herumliegen, sondern gelesen werden. Es ist bei uns so, daß die Bibeln nach 1 bis 2 Stunden, spätestens nach einem halben Tag weitergegeben werden. Gleich unter dem ersten Deckel liegt ein Blatt
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