Hast du schon einen Schmerz gefühlt, der nicht auch meine Brust durchwühlt? Hat dir das Glück schon Freud beschert, die nicht auch mir wär eingekehrt?
Not, Elend, Sorge immerzu,
sie rauben dir und mir die Ruh. Der harte Kampf um’s täglich Brot, bringt mir und dir den frühen Tod.
Die Jagd nach Arbeit durch die Stadt, läuft dir und mir die Füße matt. Der Zorn des Herrn weist dir und mir in den Fabriken oft die Tür.
ten, Doch endlich Arbeit, Lohn und Sein. Auch uns’re Freude ist gemein
und uns’rer Sehnsucht Zukunftstraum, ist einer Wurzel starker Baum.
Und uns’re Liebe, unser Haß
hat gleiches Ziel und gleichen Paß. Wir haben alle einen Freund.
- Wir haben alle einen Feind.
Du: Bruder über’m Rheine dort, es schlägt mein Herz in deinem fort und was ich dir zu leide tu’, füg ich mir selber Leides zu.


