Hier ist kein Ort für Freud und Schmerz und für ein erdenmenschlich Regen. Und doch, die Hoffnung treibt ihr Spiel,
im Kerker selbst noch mit dem Schächer.’
Sei still mein Herz, das Urteil fiel: Seit gestern bin ich Staatsverbrecher.
Wenn dich die rohe Staatsgewalt ergreift und durch die Straßen schleift und in den Straßen Jung und Alt,
dir Haß und Spott entgegengeift,
und wenn dich Weib und Kinder seh’n gefesselt zum Gerichtshof gehn;
senk nicht den Blick!
Sei stolz auf deine Missetat,
sei stolz auf deinen Dornengang,' sei stolz auf die gestreute Saat,
die lustig in den Schollen sprang und keimt und reift zu ihrer Zeit, die schöne Frucht der Menschlichkeit. Senk nicht den Blick!
Durch’s Zellenfenster geht mein Blick hinaus auf eine blaue Stadt,


