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Hinter Gittern : Gedichte / von Otto Müller
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Und der Wille gut zu leben Fordert Werken, fordert Streben Ruhe ist hier kein Gewinn. Wunsch und Wille zu besitzen

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Rufet laut die Zeit zu nützen

Opfert Ruh und Frieden hin.

Herz, mein Herz du müßtest sterben, Wolltest Fried und Ruh du erben Und auch das ist ungewiß. Leben heißt sich mühen, kämpfen, Weises Maẞ kann mahnend dämpfen Dann wird harte Arbeit süß.

Laß das Herrschen, meid das Hassen Und das nach dem Schwerte Fassen, Denn sonst frißt es selber dich. Streben sollst du stets nach Frieden Glücklich wenn er dir beschieden Mit dir selber, meine ich.

Mit dir selber, dann mit andern, Denn es ist kein frohes Wandern Liegst du mit dir selbst im Streit. Soll man Lieb und Weisheit fühlen Müssen Aug' und Stirn' umspülen, Strahlen innre Fröhlichkeit.

1946

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