Druckschrift 
Hinter Gittern : Gedichte / von Otto Müller
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen

Den Himmel ließ ich winken Säß ich beim Rebenblut.

Drum ist es wohl nicht schade, Daß ich kein Mönchlein bin,

Wenn statt nach Himmelsgnade Nach Solchem steht mein Sinn!

IV.

Zwischen Wand und Gitterstab Ohne Ruh mit ernstem Streben Zieht die Spinne auf und ab, Hin und her ihr Netz zu weben.

Fäden zieht sie ohne Zahl,

: Daß sie sinnvoll sie verbinde, Und im Morgensonnenstrahl Zittert zart das Netz im Winde.

Und ein Mücklein unbedacht, Voller Lust und unbefangen, Weil so warm die Sonne lacht, Ist ihr schon ins Garn gegangen.

Ängstlich zappelt es und zieht, Um die Fäden zu zerreißen.

Ach so viel hat ihm das Lied Seines Lebens noch verheißen.

Mit Glei ni

Spir Lau Um Uns

Auf Saß