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Wittelsbacher im KZ / herausgegeben von Freiherr Erwein von Aretin
Entstehung
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Beider Vermögen und Einkünfte wurden von der Gestapo sicher. gestellt", was für den normalen Sprachgebrauch mit beschlagnahmt" zu übersetzen ist. Den beiden verantwortlichen Herren der Münchener Verwaltung wurde diese Maßnahme bekanntgegeben mit dem freund­lichen Zusatz, es würde ihnen den Kopf fosten, wenn sie jemand anderem als den beiden betroffenen Prinzen von dieser Verfügung Kenntnis geben würden. Dies entsprach den üblichen Methoden der Gestapo , die ihre Maßnahmen immer in Dunkel hüllte.

Erst nach über einem Jahr wurde ein mehr als bescheidener Betrag zur Ueberweisung freigegeben, der weder in Italien noch in Ungarn für den Lebensunterhalt der Familien ausreichte. So war der Kron­prinz im Alter von 70 Jahren auf die Hilfe von Freunden angewie­Jen, während Prinz Albrecht gezwungen war, das Leben seiner Fami lie in Ungarn durch eine übernommene Tätigkeit zu sichern.

Während die braunen Bonzen mitten im Kriege auf Kosten des Volkes in Saus und Braus lebten, mußten zwei Familien des Hauses Wittelsbach , des Bayrischen Königshauses, als eine der ersten deut­ schen Familien das Schicksal der Flüchtlinge in der Fremde kennen­lernen. Der Kronprinz selbst schreibt darüber in jener Zeit in seinem Tagebuch: Meine Frau war nach Perra di Fassa gefahren, da sie das Klima von Florenz und den dortigen Staub nicht vertragen tonnte. Von unseren Mädchen kam die Jüngste, Sophie, in das Flo rentiner Institut des Sacré Coeur , wo auch ihre Schwester Gabriele als externe Schülerin Unterricht erhielt. Sie wohnte mit Hilda, Editha und der Gräfin Bellegarde in einer Pension am anderen Arno­User, nur 5 Minuten von meiner Behausung entfernt. Hilda inter­essierte sich für Musik und Literatur und vervollkommnete ihre Kennt nisse der französischen Sprache.

Editha hatte nach der Rückkehr von Forte das Gymnasialabsolutos rium bestanden. Sie beschloß Medizin zu studieren, erkrankte aber, faum von einer epidemisch auftretenden Gelbsucht genesen, an einer Rippenfellentzündung, wodurch der Beginn ihres Studiums verzögert

wurde.

Am wenigsten Neigung zu irgendwelchem Studium hatte Irmin­gard, dafür aber ein ausgesprochenes zeichnerisches Talent. Es wurde damals nicht ausgebildet, da meine Frau fürchtete, es könnte dabei Dilletantismus herauskommen. So brachten wir Irmingard in einem Haus des Neustifts bei Brixen unter, wo sie bei den Tiroler Kloster­schwestern Hauswirtschaft lernen, und, was ihr am meisten Freude machte, sich mit der Hühner- und Kleintierzucht vertraut machen sollte."

Im Frühjahr 1940 wurde eine neue gegen die Familie des Kron­prinzen gerichtete Maßnahme Himmlers und der Gestapo erkennbar.

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