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General Halder zu Hilfsmaßnahmen bereit
Der Kabinettschef des Kronprinzen entschloß sich, seine Gedanken in erster Linie mit dem ihm wohl bekannten Divisionskommandeur, General Halder, zu besprechen, der im ersten Weltkrieg Generalstabsoffizier im Oberkommando des Kronprinzen gewesen war und diesem daher nahe stand.
Freiherr von Redwitz hat später gelegentlich der Spruchkammerverhandlung gegen Halder über jene Gespräche berichtet:
„ Ich setzte Genetal Halder meine Sorge auseinander, unterrichtete ihn über die mir zugegangenen Informationen und frug ihn nach der Bereitschaft und den Möglichkeiten von Seiten der Reichswehr . etwas zu unternehmen. Der General war, was seine Person betraf, sofort bereit, sich alle Möglichkeiten zu überlegen. Wir vereinbarten weitere Besprechungen und einen Nachrichtenaustausch über evtl. ge= plante Aktionen.
In der Folgezeit hatte ich wiederholt Besprechungen mit General Halder in diesem Sinne, wobei sich seine Informationen mit den meinen ungefähr deckten.
General Halder hat mich in jener Zeit mehrmals in meinem Büro im Palais des Kronprinzen um die Mittagszeit in Uniform aufgesucht, was feineswegs ungefährlich war und was ich ihm besonders hoch anrechnete.
Die Besprechungen über die praktischen Möglichkeiten eines Schutzes des Kronprinzen durch die Truppe ergaben, daß General Halder, für den Fall, daß es gelänge, den Zeitpunkt eines geplanten Ueberfalles auf einige Tage genau zu erfahren, bereit war, eine Truppenübung in der Starnberger Gegend anzuordnen und dabei Leutstetten mit einer Abteilung zu belegen. Gelang es allerdings nicht, einen ziem lich genauen Gefahrenzeitpunkt herauszubringen, so war ein rechtzeitiges Eingreifen von der Seite der Reichswehr schwierig.
Es sah so aus, als würde man im Januar 1935 mit einer neuen Gestapo - Aktion rechnen müssen. Die erkundeten Gestapopläne waren so bedrohlich, daß es in diesem Fall sicherer erschien, wenn der Kronprinz vorübergehend Deutschland verlassen würde. General Halder und General Adam, der auch in das Vertrauen gezogen wurde, rieten beide dazu, da sie ein Eingreifen der, Wehrmacht nicht garantieren konnten. Nach reiflicher Ueberlegung riet ich daher dem Kronprinzen
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Freiherr von R


