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Wittelsbacher im KZ / herausgegeben von Freiherr Erwein von Aretin
Entstehung
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Mordplan gegen das Haus Wittelsbach im Jahre 1934

Der berüchtigte 30. Juni 1934 war herangekommen. Mancherorts in ganz Deutschland , besonders aber in Bayern , hob der braune Terror sein Haupt. Ohne Recht und Gericht wurden Menschen verhaftet, verschleppt, erschossen.

Zwar richtete sich der Schlag der Gestapo vor allem gegen gewisse Gegner in den eigenen Reihen der Nazis. Die Freunde und Anhänger Röhms auf der einen und Gregor Straßers auf der anderen Seite, wurder ohne langen Prozeß bei Nacht und Nebel vom Leben zum Tode befördert. Aber daneben mußten viele sterben, die in diese Aus­einandersetzung nicht verwickelt waren, die aber dem neuen Diktator und seinen Henkersknechten gefährlich erschienen.

Da war Frizz Gerlich vom Geraden Weg" und Dr. Ballerstedt in München . Da war der General von Schleicher in Berlin , welcher die Hitlersche Machtergreifung hatte verhindern wollen. Da war das Haupt der katholischen Aktion in Deutschland , Dr. Klausner. Da waren viele aufrechte Katholiken, die in aller Offenheit oder hinter den Kulissen versucht hatten, Hitlers beginnende Allmacht rechtzeitig auf das richtige Maß zu beschneiden. Da war aber auch der Bruder des Kabinett- Chefs des Kronprinzen, Freiherr Alfons von Redwig, den man nach Dachau brachte, und mancher andere mehr.

Der Kronprinz war damals zufällig, einer Einladung folgend, Mitte Juni nach England gefahren. Er hatte bereits die deutsche Grenze überschritten, als der Reichsstatthalter in Bayern , zu seiner eigenen großen Verlegenheit, den Auftrag erhielt, die Abreise des Kronprinzen unter allen Umständen zu verhindern. Dem Reichsstatt­halter General von Epp, einstigen Kommandeur des Infanterie- Leib­Regiments, mag es ganz angenehm gewesen sein, daß er seinen Auf­trag nicht mehr erfüllen konnte.

So erfuhr der Kronprinz von den Ereignissen des 30. Juni erst in England. Durch die entgegenkommende Bereitschaft englischer Freunde war es möglich, ihm Nachrichten über die Geschehnisse zu­fommen zu lassen.

Diese Ereignisse, die Verhaftung vieler Monarchisten, wie z. B. auch die des ehem. Landesleiters des verbotenen Heimat- und Königs­bundes, Freiherrn Ernst v. Guttenberg, und die erwähnte Absicht der

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