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Schutzhäftling 409 / Arnold Schulz
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Stundenlang währten diese wahnsinnigen Quälereien, um ein Geständnis zu erpressen. Mehrmals verlor ich das Bewußtsein, aber immer wieder schlugen die drei Folterknechte mich wach. Wahnsinnige Schmerzen verursachten die Schläge auf den Magen. Meinen Wunsch, mich zu erschießen, beantworteten die Folterknechte mit den zynischen Worten: ,, Erst wirst du Schwein noch einige Tage gequält, und dann wirst du erschossen!"

Nach stundenlangen Quälereien wurde ich bewußtlos in eine Kneipe geschleppt. Trotz gewaltsamer Alkoholeinflöẞung konnten sie meinen zerschundenen Körper nicht mehr ins Gleichgewicht bringen. Ich wurde in ein Auto geworfen und in das Lippstädter Polizeigefängnis gebracht. Hier nahmen die Mißhandlungen ihren Fortgang, an denen sich auch ein Polizeibeamter beteiligte. An­schließend wurde ich in eine Zwangsjacke gesteckt und die Riemen so fest angezogen, daß schon nach wenigen Minuten das Blut in den Adern erstarrte. Stundenlang lag ich steif wie ein Brett auf der harten Holzpritsche. Jeder Tropfen Wasser wurde mir ver­weigert. Erst am andern Morgen befreiten mich menschlich denkende Polizeibeamte aus der grausamen Lage.

Gegen die drei Folterknechte stellte ich Strafantrag im April 1934 bei der Staatsanwaltschaft in Arnsberg . Auf Grund einer Hitleramnestie wurde im Herbst 1934 das eingeleitete Unter­suchungsverfahren gegen die SS - Leute eingestellt.

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Solidarität hinter Kerkermauern

Wir schrieben den 30. Juli 1933, ich verbringe meinen ersten Geburtstag hinter Kerkermauern des Dritten Reiches . Ich befinde mich seit einigen Tagen im Polizeigefängnis in Wuppertal­Barmen. Da ich einige Tage vorher auf Transport gewesen war, hatte ich seit einigen Tagen kein warmes Essen mehr gehabt. Ich freute mich schon riesig auf ein warmes Mittagessen.

Meine Freude war aber umsonst gewesen. Hitler hatte am selben Tage verfügt: ,, Alle politischen Gefangenen erhalten drei Tage kein Mittagessen, weil in Berlin- Tempelhof ein Unbekannter die Hitlereiche umgelegt hatte."

Um 9 Uhr wurde ich zum Verhör nach der Gestapo gebracht und kehrte erst nach einigen Stunden wieder zurück. Als ich wieder meine Zelle betrat, traute ich meinen Augen nicht. Ich sah einen weißgedeckten Tisch mit Blumen und einigen kleinen Geschenken darauf, und dann kamen die Leidensgenossen und gratulierten mir zum Geburtstag. Bewegt drückte ich meinen Genossen die Hände.

Dieser 30. Juli 1933 wird mir ein unvergeßlicher Tag in meinem Leben bleiben. Ein heller Tag in dunkler Zeit!

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