Sterne
Es gibt noch Sterne über den Ruinen
und Mondlicht, das durch Fensterhöhlen flieht, die Stürme singen noch in den Kaminen
ihr altes Lied.
Sprich nicht mehr von den Toten. Unter Bergen von Schutt sind sie begraben. Grau und groß steht über ihren Stein- und Balkensärgen
ein: Namenlos.
Es gibt noch Träume über jenen Dächern,
die eingestürzt sind in das Labyrinth
der Stadt, wo sie nun klirren, hart und blechern durch Nacht und Wind.
Sieh in den Himmel, nicht auf die Fassaden
der Häuser, die noch blieben, schmal, allein.
Es gibt noch Sterne über den Kaskaden
aus totem Stein.
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