Städte
Da standen Städte. Doch jetzt liegen Steine. Auf den Ruinen sitzt die Nacht.
Daneben hockt der Tod und lacht:
So habe ich es gut gemacht!
Da waren Menschen. Doch jetzt leben keine.
Durch hohle Fenster greift mit langen Händen der Mond wie ein Gespenst aus Chrom, zuckt durch die Rippen dort am Dom, springt wie ein Tänzer in den Strom und zittert schattenhaft an allen Wänden.
Verkohlte Bäume starren steif, entblättert
im Schutt. Das letzte Leben lischt.
Nur eine schwarze Krähe zischt
durchs Grau. Vergangenes verwischt.
Da standen Städte. Doch sie sind zerschmettert.
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