verschließen konnte. Man hätte ein Einsiedler sein müssen, hätte man jeder Beeinflussung sich entziehen wollen. Und selbst dann, wären nicht immer noch tausend Kanäle gewesen, durch welche ihn das Gift erreicht hätte?
Für die Betrachtung von der politischen Seite aus genügte es wohl, zu prüfen, ob jemand aktiv Anteil genommen hat, oder ob er nur mitgetrieben wurde. Denn eine politische Säuberung ist keine Gewissensprobe. Jedoch, wir müssen das Gift nicht nur äußerlich und in seinen Symptomen beseitigen; dann könnte es eines Tages wieder neue Wirksamkeit gewinnen. Wir müssen es aus unserem Innern gerade dort ausscheiden, wo es im Geheimen weiterfressen könnte. Tausenderlei Wege gab es, durch welche jener Staat den Bürger erfaßte. Von der plumpen Propagandarede des Kreisleiters bis zur schillernden Phrase des neuen Propheten im Stil eines Hauer reichte das Netz der Verführung. Richtiges wurde mit Fälschungen vermengt, so daß schließlich niemand mehr der Wahrheit oder der Lüge gewiß war. Das System hatte unzählige Vorwände, und bis zum letzten Augenblick wußten seine Vertreter Entschuldigungen für ihr Versagen zu finden. Jetzt haben sie sich enthüllt. Unsere Aufgabe ist, daß wir uns der wahren Lage aufschließen und rückblickend unsere eigenen Taten und Gedanken ordnen. Einzig deshalb müssen wir auch heute noch von den Willkürtaten des vergangenen Regimes reden und können es nicht umgehen, einen unbefangenen Blick hinter die Stacheldrahtbezirke der Konzentrationslager zu werfen.
Eine der ersten Verordnungen der nationalsozialistischen Reichsregierung im Februar 1933 bestand darin, sogenannte
8
Schut
befahl
der K
die z gleich
Übert
Mitte desser
Als
im en Terr
über
fessel
gebu
pläne das
zur
auf
Dur
Deu
los h
meh
hatt
gere unse
wor
Es
Obr
scha
Pro


