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Als durch das besiegte und allen menschlichen Trostes beraubte deutsche Land die Kunde von den Gewalttaten drang, die seine Schergen verrichtet hatten, durchlief ein Schaudern alle deutschen Menschen. Eine Weile waren sie der Mahnung, die aus den Höllenpforten der Konzentrationslager zu ihnen drang, offen und hielten ihre Herzen der Wandlung bereit. Ist diese Bereitschaft nicht viel zu rasch in den Sorgen und neuen Schrecknissen verloren gegangen? Wir haben als Einzelmenschen wie als Glieder eines Volkes die Aufgabe, die Gewalt zu überwinden und die Willkür aus unserem Daseinsbereich zu verbannen. Dazu aber müssen wir der Gewalt unerschrocken ins Dämonenantlitz schauen und mutig mit unserer eigenen Vergangenheit abrechnen. Es ist leicht, fremde Willkür zu erkennen und feindliche Gewalt zu verdammen; doch überwindet nur derjenige in Wahrheit, der mit dem Erkennen in seinem eigenen Bezirk beginnt. Das erfordert schon im wie viel mehr noch im weipersönlichen Umkreis Mut ten Gebiet des öffentlichen Lebens! Die vergangenen zwölf Jahre sind, geschichtlich gesehen, nur eine flüchtige Spanne gewesen, so sehr ihre Sprengkraft auch Europa und die Welt zu erschüttern vermochte; im Leben eines wie viel Menschen aber bedeuten zwölf Jahre viel mehr in solchen Zeiten! Es hat kaum einen Menschen innerhalb der Machtgrenzen des Dritten Reiches gegeben, der sich dem Einfluß dieser dämonischen Suggestion völlig
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