So fühle endlich dies: die Not.

Sieh dich beſtehend ganz aus Not, und ſpüre

das Nicht=mehr=gültig=Sein des ſicheren Erbteils, das dich bis jetzt erhielt. Verlöſch die Lampen, die künſtlich aufgeſteckt ſind, ſieh, ob dennoch ein Licht verbleibt in dir, ein wirkliches.

Sinke in Finſternis, mit Schrecken wiſſe:

Das Hintergründige, es iſt! Und anerkenne

was ewig anzufechten iſt, das Nichts!

Aus Angſt und Not gebiert ſich die Einſicht: Das Hintergründige iſt! Das iſt der Nihilismus, den Winkler in ſeinen Eſſays über Araber- Lawrence und Ernſt Jünger noch offen gelaſſen hatte. Am Schluß hat ihn Winkler doch ak= -zeptiert- logiſch, daß er aus dem Leben ſchied.

Pie Freunde Winklers haben ihn cinen Frühvollendeten genannt. In der Form iſt er es gewiß, all ſeine Zeitgenoſſen weit in den Schatten ſtellend. Aber die deutſche Literatur hat in Winkler auch zum erſten Male einen vollendeten Nihiliſten. Daß der Nihilismus mit ihm in der deutſchen Literatur vollendet wäre, iſt jedoch nicht anzunehmen. Er wird dauern, ſolange die Diktatur dauern mird.

6. Revolte und Revolution

Jugend iſt ein Zuſtand des Lebens, der normalerweiſe der Ideologie ganz fernliegt, weil er die Faſchheit und Halbheit haßt, das Unbedingte, Ideale liebt. Aber Jugendleben unter der OPiktatur iſt eine Exiſtenz in der ldeologie. Sie kennt die Nation nicht als Sprach= und Kulturgemeinſchaft, die notwendig demokratiſch ſein muß, weil ſie alle Volksgenoſſen umſchließt, ſondern nur als ein künſtliches Produkt aus lebensfeindlichen falſchen Theorien, beſtimmt, dem Nationalismus zu dienen. Kriegsdienſt als Vorbereitung für den äußerſten Fall des Schutzes dieſer Gemeinſchaft iſt dieſer Ideologie cin fremder Zwang, ſchlecht verhüllt von Tradition und Eroberungsſfucht. Wiſſenſchaft und Religion dienen ihr als Mittel der politiſchen Herrſchaft. Der Verſuch zur Selbſtgeſtal= tung in der Literatur führt zum Nihilismus. Die Jugend, die das alles erkennt, kann nicht ans Leben glauben, es ſei denn, daß ſie dazu»dennoch« ſagt. In der deutſchen Wehrmacht graſſiert der Selbſtmord in der furchtbarſten Weiſe, Hohe Offiziere bekennen in öffentlichen Vorträgen, daß ihr die innere Diſzi= plin fehlt. Sie hat die Jugendrevolte im Leibe.

Aber das Leben war noch immer ſtärker als der Tod. Die nächſten Jahr=

gänge der Jugend, die ſeit 1921 geborenen, ſtehen von Anfang an vor der Tatſache der Diktatur. Sie können ſie nur völlig verneinen oder bejahen. Be= jahen ſie dieſe verkuppelte Wiſſenſchaft, dieſe entartete Religion, dieſe inhalts= loſe, beſtenfalls nihiliſtiſche Literatur, ſo werden ſie Träger einer wahrſchein= lich hoch techniſierten, ſportlich außerordentlich trainierten, reſtlos in Sexuali= tät materialiſierten, geiſtig aber ſtändig und unaufhaltſam degenerierenden Geſellſchaft werden, die keine Kantſche Erkenntniskritik und Hegelſche Dia= lektik, keine Aſthetik Schillers und Goethes, keine Smithſche und Marxſche Okonomie mehr kennt, die Fähigkeit zum rationalen Denken verliert und

ſchließlich den Geiſtesgeſchicht tödliche Waffe neinen dieſe ni wirklichen Rev Bahn frei mad klaſſiſchen Weg

Jeht ſind n ihrer Struktur naliſtiſche Hiſtc politiſcher Gel und Religion tigen Wiſſensz ſtens nationali der Gewalt, D ſozial bedingt Sanilation wie Maſſe als Träg werdung dey| tung des Lebe

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