Der Bergbach
Plätscherndes Bächlein, das Laub und Wellen trägt- Weißt du, was heute meine Brust so sehr bewegt? Ich sah doch die Berge, die Täler so weit
Und fand frieden, frieden in meinem Leid.
Plätscherndes Bächlein, ach eil' nicht so sehr-
mach' mit deinem Rauschen mein Herz nicht so schwer. Schweigsam ist der Wald und der Berg stolz und frei- mir ist, als wäre auch sie heut' dabei.
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Plätscherndes Bächlein, darf es nicht fein-7 muß ich denn wandern nur immer allein? mit ist, als sprang heut' mein hoffen entzwei Der Traum ist zu Ende sie war nicht dabei.
Sag', liebes Bächlein, warum, ach, warum kommt sie nie wieder? Doch ach, du bleibst stumm.
Jch nähme gern mit mir durch Wälder und flur Dein Leid und dein' Trauer, ach könnte ich's nur.
Doch ach, ich muß fließen vom Berg in das Tal Ich sah so viel freuden, Leiden und Qual. So fließe ich weiter feit undenklicher Zeit- Und laß dich zurück mit deinem Sehnen und Leid.
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