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Aus dämmernden Nächten : Gedichte / Roman Gebler
Entstehung
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Sonett

So wie die Welt, bewegt sich das Leben

In einem fort, ein ew'ges Treiben--­

Es ist ein Wandern, du darfst nicht bleiben,

mit deiner Sehnsucht, deinem Schaffen und Streben.

Doch ach, dir hat ein Gott es gegeben,

Er tat es tief in die Seele dir schreiben

frei bist du Mensch, und frei sollst du bleiben!

In deinem Willen, großen Erleben.

Jm namenlofen einsamen Ringen Zahlloser Qualen bezwingst du die Zeit- Die dir die Freiheit wird bringen.

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Du Hoffnungsloser, wie groß auch dein Leid, Erst mußt du dein Schicksal bezwingen Dann ist auch die Freiheit nicht weit.

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