Was ich zuweilen kaum zu hoffen wagte, Das schenktest du mir, gute stille Nacht. Es hat mir oft ein güt'ger Traum gebracht, Was mir die Sonne, mit der Tag versagte.
Und trotz der Seele Qual ich niemals klagte, Wie viele Leiden ich auch durchgemacht. Es ist mein Schicksal, hab' ich oft gedacht, Das ruhelos mich hin und her nur jagte.
mit hartem Griffel hast du eingeschrieben Ins Antlitz uns der Leiden lange Zahl, O Zeit! die du von haß und Wahn getrieben.
Halt ein, o Schöpfer! Ende diese Qual!
Ist doch die Freiheit in uns wach geblieben Und neu belebt der schwache Hoffnungsstrahl.
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