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Aus dämmernden Nächten : Gedichte / Roman Gebler
Entstehung
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Es ist ein Schutz, das Elternhaus, Wohl dem, der lang es haben kann. Wie wohlbehütet schaut er aus Der gute, fromme, brave Mann!

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So sprachst du oft, mein alter freund!- Doch, wenn voll Leid das Schicksal naht, Und voller Qual die not erscheint Auf deinem künft'gen Lebenspfad?

Es nützt ein bitt'ces Jagen nicht.

Du kämpfft doch ach, viel stärker ist Die Not, die Stahl und Eisen bricht, Bis du ihr unterlegen bift.-

Dom Schicksal hin und her getrieben Erwacht in dir die bange frage- Seid ihr für immer mit geblieben, Jhr dunklen, Sonnenlosen Tage?

Ein nichts haft du für dich gerettet. Und nur im Narrenkleid der Not haft an den Glauben dich gekettet, Den du verkannt, der dich bedroht.-

Und einmal noch willst du es wagen Und stürzt ins Leben dich hinein. Dom Siegeshoffen fortgetragen In dieser Welt, voll Lüg' und Schein.

Das Leben hat dir viel versprochen Und ist des harten Kampfes wert Bis jedes hindernis zerbrochen,

Bis jede finst'te macht zerstört!

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