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Aus dämmernden Nächten : Gedichte / Roman Gebler
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Ergebung

Wo willst du hin? Ach, alles ist so leer

Und selbst auch das, woran du einst geglaubt. Es spendet keine Sonne mehr.

Jm taschen flug enteilt die Zeit,

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Und mit der Zeit enteilen deine Stunden, Die abgemessen dir die Ewigkeit.

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Doch ach, folange noch die Pulse geh'n, Solange noch dein herz kann Leiden tragen, Solange wagst du aufwärts noch zu seh'n.

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Doch wenn die Brust von Leiden überfüllt, Und alles grau und einsam um dich ist, Kein Hoffnungsstrahl mehr deine Sehnsucht stillt,

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Dann naht auf leifen Schwingen fich die Nacht, Die Mutter Erde uns bereitet hat- Jn Ewigkeit, so wundervoll und sacht.

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