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Memorial / Günther Weisenborn
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Ich kämpfte längere Zeit für die These: ein Mann, der täglich wechselt, bestimmt das Tempo, und alle bleiben mit ihm auf gleicher Höhe. Dann kann kein noch so bru­taler Posten die Schwächeren herausfinden. Wir bestim­men das Tempo, und es wird nicht schnell sein. Das ging eine Zeitlang gut. Dann wurde dieses System dem Sta­tionsleiter verraten und auch, daß ich der Urheber war.

Ich erhielt Kostentzug und mußte einen ganzen Sonn­tag lang Stiefel putzen auf einem eiskalten Flur. Einige der Stiefel hatte der Posten in einen Wassereimer gewor­fen, damit sie naẞ wurden und keinen Glanz bekamen. Da sie nicht glänzend wurden, mußte ich drei Wochen lang die Latrine reinigen. Damit war die Arbeit in der geschlos­senen Reihe dank der Dummheit einiger Gefangener un­ter viel Gebrüll und Spott und Hohn gescheitert.

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Einmal ankerten wir im Tegeler See , weit ab von allen Ufern und sprangen nach unserer Gewohnheit nackt ins Wasser wie schön ist es so zu schwimmen als ich plötzlich eine Herde von Rennjollen in schärfster Fahrt mit achterlichem Wind auf uns zubrausen sah. Wir hatten übersehen, daß wir im toten Winkel einer Wendemarke lagen. Ich erreichte zuerst das Boot, aber G. schaffte es erst im letzten Augenblick, da sie sich nur schwer über

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