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Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
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Inspektor Diebold schob wütend den Stuhl zurück. Er öffnete das Fenster, reckte sich, atmete tief ein, rieb sich die Schläfen. Es stach ihn wie mit Nadeln in den Schläfen, zwischen seinen Augen saß ein dumpfer Druck. Die alte Geschichte! Überreizt, nervös, abgespannt.

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,, Die ersten Feststellungen sind gemacht...", und dann hatte er Generalinspekteur Heydrich berichtet, was bisher im Fall Weg­ner erreicht wurde. Damit war er gerade richtig angekommen! ,,... befriedigt uns nicht im geringsten! Wir haben schon viel mehr erwartet. Setzen Sie alles daran: schnellstens weitere Ver­haftungen! Größere Erfolge!"

Einige hingeworfene Sätze und Schluß. Unterredung beendet. Seitdem sind nun wieder einige Tage vergangen... Wenn ich nicht bald mit neuen Ergebnissen komme, wird man an meinen Fähigkeiten zweifeln. Die barschen Antworten waren deutlich genug Wie jetzt schnell weiterkommen?! Die Sorge ist mir überlassen. Eder und Meyer machen es sich reichlich bequem: Strehlke! Weiter prügeln...

Dieser Dr. Kramer schweigt, was der Strehlke auch mit ihm anstellt. Und uns gegenüber bleibt er hartnäckig bei seiner alten Taktik: ,, Ich bin unpolitisch. Ich bin unschuldig.!" Der geht lieber kaputt, als daß er redet. Der ganz vernagelte Typ ist das... Und dieser Rechtsanwalt? Der nannte Namen und Adressen. Falsche, ausgedachte! ,, Nur damit es im Keller aufhören sollte." Das ist auch das einzig Neue, was man aus dem herausbrachte... ,, Der piepst jetzt bloß noch", sagte der Strehlke. Wenn der das schon sagt...

Inspektor Diebold ging zu seinem Schreibtisch, suchte aus einem Stapel Mappen die Akte ,, Eva Wegner" heraus, blätterte darin, überflog den Bericht des Schupowachtmeisters Baumann.

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