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stube tapezieren, die Einrichtung neu anstreichen und umstellen. Weißlackierte Blumenkästen wurden aufgestellt und neue geschmackvolle Lampen, die ein mildes, anheimelndes Licht verbreiteten, angebracht. Die Räume sahen jetzt, so gänzlich verändert, viel einladender aus.
An der Hausfront ließ Möller ein großes Schild anbringen: ,, Kaffeestube. Vollständig renoviert. Gemütliche Leseecke. Radiound Schallplattenkonzert."
Wie ihm Fräulein Eva jetzt fehlte! Wenn sie wieder die Gäste bedienen würde! Dann würden auch alle sehen, daß ihre Verhaftungen nur ein Fehlgriff, ein Mißverständnis waren... Aber Eva war bestimmt noch nicht entlassen, nein, sie wäre dann sicher schon zu ihnen gekommen. Mein Gott, wie das arme Mädel aussah! Er hatte sie immer nur flüchtig gesehen, zuletzt, als der SS- Mann sie in den Kellergang führte. Sie ging schwankend, wie eine Schwerkranke, und ihre Hände, beide Arme waren verbunden. Was haben sie nur mit ihr gemacht?... Mein Gott! Weshalb das alles nur? Das arme Mädel, sie ist doch unschuldig!
Ungeduldig wartete Möller auf den Erfolg seiner Bemühungen, das Geschäft wieder hochzubringen. Doch die Mehrzahl seiner langjährigen Kunden blieb auch jetzt fern. Die wenigen aber, die noch bei ihm kauften, würden stets zu ihm halten. Neulich begann Frau Rückert, eine Kundin, die im Nebenhaus wohnte, mit ihm ein Gespräch über ,, die schlechten Zeiten", auf das er nur einsilbig einging. Als Frau Rückert ging, sagte sie: ,, Lassen Sie die Leute nur reden, Herr Möller, ich kaufe trotzdem bei Ihnen! Wer kann mir denn das verbieten!" Und der junge Angestellte aus dem großen Textilgeschäftshaus, der sich in seiner Tischzeit regelmäßig Kuchen holte, drückte sich noch eindeutiger aus: ,, Heutzutage muß man sich in jeder Beziehung seinen eigenen
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