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ziemlich bedeutungslos, sagt mir aber allerhand.— Und Ihnen?
Was meinen Sie?“
Die Gestapo -Beamten beobachteten Eva angestrengt, ihren Gesichtsausdruck, ihre Bewegungen. Diese Fragen enthielten das stärkste Belastungsmaterial des Schupowachtmeisters. Vielleicht sah die Wegner jetzt ein, daß sie zuviel wußten, daß weiteres Leugnen zwecklos war, oder sie verriet sich zumindest unter dem Druck dieser Beweise.:
Eva sah Inspektor Diebold nur verständnislos an, weinte still vor sich hin.
„Auch daran können Sie sich. also nicht erinnern“, sagte Die- bold.„Dann werde ich Ihnen mal etwas vorlesen, damit Sie end- lich begreifen, wie dumm und aussichtslos Ihre Vertuschungs- manöver sind!“
Er nahm die Akte Wegner vom Schreibtisch, las mit gedehnter Stimme, als hätte er einen umfangreichen Text vor sich und nicht nur die folgenden zwei Sätze des Schupowachtmeisters Baumann: „,A 7° beim nächsten Einkauf Bericht mitgeben. Sehr wichtig!“ Und nachdem er Eva sekundenlang fixiert hatte:„Für ‚R 3‘ Flugblattentwurf.— Das Hitlerregime bringt Hunger und Krieg!“— Wieder hing sein Blick prüfend an Evas Gesicht: „Das ist die Überschrift des Flugblattentwurfs, den Sie an ‚R 3‘ weitergeben sollten. Es dauert mir zu lange, den ganzen Text vorzulesen, wird Ihnen ja wohl auch so genügen!“ Diebold stieß die nächsten Worte förmlich heraus:„Was unter dem Flugblatt- entwurf stand, will ich Ihnen aber in Ihr so schlecht funktionie- rendes Gedächtnis zurückrufen! Darunter stand: ‚Leitung der Widerstandsgruppe K‘.“
Er klappte das Aktenstück zu, lehnte sich breit in seinen Sessel
zurück, sagte mit einer überlegenen Geste:„Also!— Wer ist
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