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da." Das sind Ihre eigenen Worte! Zu dem Kunden, dem Sie diesen Bescheid gegeben haben, kommen wir später noch", bluffte er. ,, Raus mit der Sprache: Wer ist dieser Mann mit dem Parteinamen Erich? Wie sieht er aus? Wo haben Sie sich immer mit ihm getroffen?"
Eva schwieg lange. Ihr Gesicht brannte wie Feuer, das Blut summte betäubend in ihren Ohren. Parteinamen-? Ich soll zu einem Erich-? Man glaubte ihr nicht... Mein Gott! Was kann ich nur tun, sagen? Wie können diese Männer ernsthaft glauben, daß ich von solchen Dingen etwas weiß? Mein Gott! Würgende Angst schnürte ihr die Kehle zu.
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Sie sagte endlich: ,, Glauben Sie mir doch, ich bin unschuldig! Wie soll ich Ihre Frage beantworten können? Ich weiß doch nichts von alledem..., Für Erich ist heute nichts da?' So etwas habe ich nie gesagt. Ich kenne doch niemanden in Berlin ..."
Die Gestapo - Beamten wechselten schweigende Blicke. Total verstockt! Die bleibt bei ihrer einmal gewählten Methode. Wird ihr auf die Dauer wenig nützen. Wir sind mit ganz anderen fertig geworden!...
,, Und an den anderen, Kunden' können Sie sich auch nicht mehr erinnern, wie?" begann Diebold bissig.„ Ist schon ein älterer Mann." Er versuchte einen Trick, fuhr drohend fort: ,, Den haben wir nämlich schon, der sitzt bereits auf Nummer Sicher! Und der Nachrichtenzettel, den Sie ihm im Laden zugesteckt hatten, ist bei ihm gefunden worden. Sollen wir Ihnen den Mann gegenüberstellen, oder wollen Sie jetzt endlich alles zugeben und richtige Aussagen machen?!"
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Eva saß mit hängenden Schultern. Ihr war, als würden Netze über sie geworfen, aus denen sie sich verzweifelt, aber vergebens zu befreien suche. Sie schluchzte, Tränen liefen über ihr Gesicht.
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