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Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
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Theater. Ich ging mit beiden aus, das ist richtig, soviel ich weiß, kannten sich die Herren aber nicht."

,, Sie bleiben also dabei, daß Sie Kramer und Reichel nur privat kannten."

,, Ja, so ist es doch auch. Ich gehe gern aus, ich wollte recht viel von Berlin kennenlernen."

Der kleine, dicke Kommissar Eder lachte wieder kurz auf.

,, Rege Phantasie...". ', sagte er meckernd.

Phantasie...? Und diese vielen, unverständlichen Fragen? Weshalb das alles, dachte Eva.

Fabelhaft sieht sie aus, dachte Inspektor Diebold. Eine tadel­lose Figur, das hellblonde Haar, die braunen Augen; abends, zu den Treffs ging sie immer gut angezogen. Geschmackvoll, aber nicht auffällig, hat mir Schneider berichtet, und der hat sie lange genug beobachtet. Die Verkäuferin konnte ihr dann niemand ansehen. Die Illegalen wissen, wen sie zu so wichtigen Treffs schicken müssen... In Sachsen ist sie den Behörden als Politische nicht bekannt. Dieses Verhör ist vielleicht das erste in ihrem Leben. Vielleicht ist sie sich auch nicht darüber klar, was ihr hier passieren kann. Wer kennt sich bei diesem Menschenschlag genau aus! Die verschiedensten Typen sind unter den Illegalen: kalt berechnende Berufsrevolutionäre, Fanatiker, politische Schwär­mer, abgefeimte Gauner, irregeleitete Idealisten...

Inspektor Diebold wechselte den Ton: ,, Sie sind doch schließ­lich eine deutsche Frau! Denken Sie daran, kommen Sie zur Besinnung, sprechen Sie offen zu uns. Warum wollen Sie sich aus falschem Idealismus unglücklich machen? Das ist doch sinnlos, nützt niemandem. Sie sind noch jung, das Leben kann Ihnen noch viel bieten! Na, wollen Sie uns nicht lieber reinen Wein ein­schenken...?"

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