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Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
Entstehung
Seite
101
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Doch jetzt still sein, nur nichts sagen, sich ganz ablehnend ver-

halten, alles wird sonst nur noch verworrener, nur noch schlimmer.

Sie schweigt.

Die Minuten kriechen.

Vier Menschen sitzen in einem hell erleuchteten Zimmer und grübeln.

Ein Bäckermeister:

Er trägt noch seine Arbeitskleidung. Man hat ihn in seinem Geschäft verhaftet. Als Staatsfeind! Ihn, der sich nie um Politik gekümmert hat. Sein Lebensinhalt war immer nur sein Beruf, das Geschäft. Was soll seine Frau allein anfangen?! Eben haben sie seine Verkäuferin hereingebracht. Eine tüchtige Verkäuferin, ein harmloses junges Mädchen, er kennt sie doch gut. Warum ist sie in Haft? Soll er zu ihr gehen, mit ihr sprechen? Aber die beiden Fremden hier, die hören dann zu! Warum hat er tagelang in einer Kellerzelle sitzen müssen? Und warum sitzt er jetzt hier? Alles ist so rätselhaft. Wenn er danach fragt, wird er ange- herrscht:Maul halten! Oh, alles ist ein Irrtum, ein furchtbarer Irrtum. Aber es kann alles nur wegen diesen beiden Männern sein, die sie nach ihm hier hereingebracht haben. Man bringt ihn mit diesen Männern irgendwie in Zusammenhang, er fühlt es. Aber er kennt doch die beiden gar nicht, hat sie nie in seinem Leben gesehen. Er ist doch nur ein Geschäftsmann, ein einfacher Geschäftsmann! Die beiden werden doch zugeben müssen, daß er sie nicht kennt, niemals kannte und dann wird man ihn doch freilassen müssen! Jetzt aber muß er vorsichtig sein. Er

wird sich hüten, mit den beiden Fremden ein einziges Wort zu

sprechen...

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