XV
Zwei große offene Autos folgten in schneller Fahrt dem Band der Chaussee, das sich an grünen Feldern, an Wellen gelbenden, reifenden Korns entlangzog, über Brücken kletterte, in Wälder tiefe Schluchten schnitt.
Die Insassen der Autos waren nicht unterwegs, um sich an dem fruchtschweren Sommertag zu erfreuen. Inspektor Diebold trug seine Untersuchungen jetzt über Berlin hinaus; die Fahndungsabteilung 3b der Geheimen Staatspolizei Berlin , Prinz- AlbrechtStraße, war auf dem Wege zu der kleinen sächsischen Stadt Glauchau .
-
Inspektor Diebold und die Kommissare Eder und Meyer saßen im vorderen Auto. Im monotonen Singen des Motors hing Inspektor Diebold seinen Gedanken nach. Sie kamen vierundzwanzig Stunden nach den Haussuchungen in Berlin zu den Eltern der Wegner. Wenn schon, in wichtigen Fällen das gesamte Material selbst zusammentragen! War immer mein Prinzip. Das ermöglicht erst weitere Kombinationen, davon hängt immer der Enderfolg ab.- Und ob Eva Wegner ein wichtiger Fall war! Schon richtig, nicht den sächsischen Behörden diese Ermittlungen zu übertragen. Die Eltern dieser Wegner wollte er selbst sehen, selbst beurteilen. Seine Erfahrungen, seine Praxis- und die der sächsischen Behörden! Pah!-
Auf der linken Chausseeseite huschten Reklameschilder vorbei. ,, Wir sind schon in, Kaffeesachsen"", stellte Diebold fest. Kom
88


