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Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
Entstehung
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Die Kommissare griffen nach seinen Armen.

,, Erlauben Sie mir wenigstens, daß ich einen Kollegen anrufe, damit er die Vertretung für meine Praxis übernimmt. Meine Praxis ist mein Leben, Herr Inspektor!"

,, Meine Praxis handhabe ich ebenfalls gründlich", sagte In­spektor Diebold kalt. ,, Los! Die Wohnung wird versiegelt!"

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Inzwischen fanden die von Inspektor Diebold angeordneten Haussuchungen im Rechtsanwaltsbüro Dr. Reichels und in der Wohnung der Frau Ziegler, Evas Wirtin, statt.

Im Hause des Rechtsanwalts liefen Kommissar Eders Beamten die Treppen hinauf und hinab. Auf dem Gestapo - Auto unten häuften sich Registraturmappen und Aktenbündel, denn an Ort und Stelle hatte sich ihre genaue Durchsicht als unmöglich erwie­sen. Straßenpassanten sahen dem Treiben von weitem zu, nur das stille, vornehme Haus schien von alledem keine Notiz zu nehmen. Geheime Staatspolizei! Das bannte jeden Mieter in seine Wohnung. Man sah vorsichtig durch den Spalt der Fenster­gardine, legte das Ohr lauschend an die Wohnungstür; wie leicht konnte man sich sonst selbst in Verdacht bringen.

In den großen Büroräumen Dr. Reichels gab Kommissar Eder knappe Anweisungen, lief vor einer kleinen Menschengruppe auf und ab.

Rechtsanwalt Reichel, ein kleiner schmächtiger Mann, lehnte an einem der Büroschränke. Seine Sekretärin, ein rotwangiges Mädchen, und die Bürovorsteherin, eine ältere korpulente Dame, saßen enggedrängt und eingeschüchtert neben ihm. Dem Volon­tär des Büros war befohlen worden, bei dem Aktentransport zu helfen.

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