ins
Er
m:
思 淚
riff
chi
sie
Die
Sie
tei
Hen
IX
Baumann lebte wie in dumpfer Betäubung. Pünktlich und pflichtgemäß tat er seinen Dienst, doch die Stadt schien ihm plötzlich ein riesiges Uhrwerk zu sein, das irgend jemand aufzog, in das er eingeschaltet war, um sein zugeteiltes Pensum mechanisch abzulaufen.
Er versuchte, sich für eine andere Streife einsetzen zu lassen. Es gelang ihm nicht. Tag für Tag mußte er durch die Grünstraße, an der Konditorei Möller vorbeigehen. ,, Vergessen! Vergessen!" wiederholte er sich, doch der Gedanke an Eva gab seinem Hirn stets neue Nahrung. Die Haussuchung in dem Atelier stand wieder vor ihm, die verhaftete blonde Frau, die Eva so ähnlich war. ,,... Die müssen alle ausgerottet werden! Dafür werden wir sorgen!" hatte der Kommissar gesagt.
Die Frau war jetzt von ihrem Mann getrennt. Lange würden die beiden nicht zusammen sein können, sehr lange. Eva Wegner aber konnte weiter drauflosleben mit ihren ,, Kavalieren". Die konnten sich mit ihr amüsieren. Und diese Burschen gingen aufs Ganze, würden sie besitzen! Baumanns brennende Eifersucht, seine verletzte Eitelkeit beflügelten seine Phantasie. Er hörte Eva Koseworte flüstern, sah sie in wilden Liebesszenen. Wie eine um sich fressende, unheilbare Krankheit waren diese Gedanken, nicht abzuschütteln. Dann packte ihn wieder ohnmächtige Wut. -Mich hat sie verschmäht. Erniedrigt hat sie mich. Ich war nur ein Spielzeug für sie, für ihre Launen. Ich, der es ehrlich meinte, der sie heiraten wollte! Für mich ist sie jetzt verloren. In
-
49


