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IV
Nie hatte Baumann die Nachmittagsstunden so herbeigesehnt wie am nächsten Tag. Die Nachmittagsstunden, in denen er die Streife in seinem Stadtteil zu machen hatte. Er saß im Tagesraum des Polizeireviers, schrieb in seinem Tätigkeitsbuch, las Zeitungen und mußte sich immer wieder zwingen, den Worten einen Sinn zu geben. Zum ersten Male lehnte er es mittags ab, einen Skat zu spielen. Seine Gedanken kreisten um den gestrigen Abend. Er hörte Evas Stimme, sah ihre Bewegungen, ihr Lächeln, als stehe sie vor ihm. Das mußte ja auch mal aufhören, heute dieses Mädel, morgen jenes Mädel. Jetzt würde sein Leben erst beginnen, mit Eva. Baumann ertappte sich, daß er unwillkürlich seine Uniform streichelte. Die Uniform ermöglicht mir das alles, dachte er. Heiraten, eine gesicherte Existenz, eine sorgenfreie Zukunft...
Endlich war der Kamerad, den Baumann abzulösen hatte, zurück, übergab ihm das Streifenbuch, und Baumann konnte seine Streife antreten.
Die Sonne schien hell, die Straßen füllte lärmender Verkehr wie alle Tage. Baumann nahm jeden Laut begierig in sich auf, freute sich an den Sonnenreflexen in den Fenstern der Häuser. Berlin , die ganze Welt schien ihm wie verwandelt, strahlend und taufrisch.
An einer Straßenecke stand ein Gemüsehändler. Rot leuchtete ein Berg Tomaten von seinem Wagen. Zweimal habe ich den
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