,, Gestern war nichts festzustellen", antwortete Schneider auf Diebolds Frage. ,, Die Wegner ist von der Konditorei gleich nach Hause gegangen und hat ihre Wohnung nicht mehr verlassen."
,, Ist das sicher?"
,, Ganz sicher, Herr Inspektor. Das Zimmer, das wir an der Straßenfront gemietet haben, liegt ihrer Haustür genau gegenüber. Wir sehen jeden, der in das Haus hineingeht oder herauskommt, da entgeht uns niemand."
,, Wissen Sie jetzt mehr über die Wirtsleute der Wegner? Diese...?"
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,, Ziegler! Die sind wahrscheinlich harmlos. Es sind schon ältere Leute. Der Mann arbeitet bei der Eisenbahn . Sein Vorgesetzter hat ihn mir als ruhigen und zuverlässigen Arbeiter geschildert."
Diebold stand auf, schnippte mit den Fingern. ,, Das kann stimmen...", sagte er in Gedanken.
,, Bei Gesinnungsfreunden wird die nicht wohnen, das ist klar", warf der dicke Kommissar Eder ein.
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Diebold drehte sich zu ihm um. ,, Ich habe wieder so ein bestimmtes Gefühl wir sollten zufassen!" Er rief der Stenotypistin zu: ,, Fräulein Schmidt, sehen Sie doch bitte mal nach, wann wir die Akten Wegner vom Polizeipräsidium bekommen haben. Wir sollten doch zufassen!" wandte sich Diebold wieder an die beiden Kommissare. ,, In solch einem Fall muß man schnell zufassen. Diese Burschen sind mit allen Wassern gewaschen. Wenn wir die zu lange beobachten, schöpfen sie vielleicht Verdacht, und wir finden das Nest leer."
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Die Kommissare Eder und Meyer stimmten Diebold zu. Diebold ging auf und ab und gestikulierte mit den Händen:
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