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sierten sich für Hypnotismus, die Geschichte Lothringens , das Leben der Bergleute und für meine witzigen Schnerkelchen natürlich mehr als für den dummen Quatsch der SS -Erkennungszeichen, für die prahle- rischen SS -Lieder und die verhaßte Lagerordnung. Wir lachten uns satt, und dabei floß die Zeit rasch dahin. Sogar Nikolaus Muth horchte manchmal mit Interesse zu. Meine volkstümliche Beredtsamkeit zwang ihm sichtlich Hochachtung ab. Gegen seine groben Anrempelungen war ich nun vollends gefeit.
Außerhalb der offiziellen Lehrstunden bildeten wir Geistlichen Studienzirkel, in denen wissenschaftliche Plaudereien die Langeweile vertrieben. Auch unsere Gebete verrichteten wir gemeinsam in einer Ecke der Stube und, trotz der grimmigen Kälte, draußen beim Auf- und Abspazieren in der Blockstraße.
Leider wurde uns Neuangekommenen erst kurz nach Neujahr er- laubt, den ersten Brief in die Heimat zu schicken. In welcher beklem- menden Angst mußten meine unglücklichen Angehörigen gelebt haben, da sie seit dem 8. Dezember 1942 ohne Nachricht von mir geblieben waren. Die paar Wochen des langweiligen Lagerlebens im Zugangs- block wären einigermaßen schnell und abwechselungsreich dahinge- flossen, wenn nicht am 18. Dezember ein neuangekommener Kamerad an Typhus gestorben wäre. Nun wurde unser Zugangsblock Nr. 15 für einige Wochen noch„luftdichter‘ abgeschlossen. Jeder Verkehr nach außen war strengstens untersagt.
8. Nadtkultur
Am 20. Dezember 1942, abends spät, flüsterte mir Stubenältester Kopp ins Ohr:„Morgen wird unser Block zur Vertilgung von Typhus - bazillen desinfiziert. Wir müssen alle unsere Kleider im Block lassen und splitternackt zum Baderaum marschieren. Diese Schweinebande von Nazis kennt kein Erbarmen. Wir könnten doch den Weg in Klei- dern zurücklegen und diese dann durch andere Kameraden zurück- befördern lassen. Eine böse Geschichte!“ Ich hielt die Nachricht für ein Mätzchen, für eine Latrinenparole.
Am anderen Morgen, halb sechs Uhr, ging uns der grausame Be- fehl durch Mark und Bein:„Nach einer halben Stunde alles nackt
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