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plauderte auch manchmal recht freundlich mit uns Geistlichen. Als der lothringische Pfarrer Fabing mir gelegentlich verbotswidrig Brot und Fleisch über den Blockzaun warf, fiel die Liebesgabe auf das Dach. Da kletterte Muth selbst hinauf und übergab mir das Päckchen. Kein Mensch ist halt ganz gut oder ganz schlecht. Jeder hat ein Gemisch von beiden. Er ist übrigens wegen seines bestialischen Wesens im Frühjahr 1943 in ein anderes Lager überwiesen worden.

Aus ganz anderem Holz war der Stubenälteste Willy Bader ge- schnitzt. Er regierte in den Stuben drei und vier wie ein guter Papa. Der kurz gewachsene, breitschulterige Mann mit den abgehärmten, blassen Gesichtszügen schaute ernst und kummervoll drein. Willy hatte das frohe Lachen ganz verlernt. Kein Wunder! Wir Neuange- kommenen schauten mit Ehrfurcht, ja mit einem gewissen Grauen auf seine Häftlingsnummer, die niedrigste, die mir unter das Auge kam, Nr. 9. Der brave Willy schmachtete schon seit 1933 hinter dem Stacheldraht von Dachau . Der arme Tropf mußte Grausiges miterlebt haben, so menschenscheu und wortkarg war er geworden. Trotz un- serer politischen und religiösen Gegensätze verband mich mit diesem Kommunisten fast 30 Monate lang echte, aufrichtige Freundschaft. Nie entschlüpfte ihm ein hartes Wort, nie tat er einem Leidensgenossen weh, immer reichte er jedem, wo es nur ging, eine hilfreiche Hand. Wenn wir in Dachau nur Blockpersonal und Capos wie Willy Bader gehabt hätten, wären Tausende Kameraden am Leben geblieben. Willy Bader ging in seiner Herzensgüte sogar SO weit, daß er, trotz An- drohung schwerster Strafen, uns Geistlichen half, den Sterbenden die hl. Sakramente zu spenden. Leider ist dieser kreuzbrave Mann vor der Befreiung gestorben.

Unser Stubenältester Kopp war Rechtsanwalt in Frankfurt am Main . Ein mittelgroßer Mann in den vierziger Jahren, korpulent, mit intelligentem Blick, flottem, autoritätgebietendem Auftreten und ge- winnendem Gesichtsausdruck. Gegen alle Leidensgenossen blieb er stets höflich. Nur jene, die Kameradschaftsdiebstahl betrieben, spürten seine harte Hand. Im dienstlichen Verkehr mit der SS spielte Kopp den schlauen Diplomaten. So hielt dieser taktvolle Rechtsanwalt seine Stube in mustergültiger Ordnung und besaß dabei die Anhänglichkeit aller anständigen Mithäftlinge. Wo nur zu helfen war, sprang er ein.

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