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Meine persönlichen Erlebnisse

in Dachau

I. Ab nach Dachau

1. Meine Verhaftung

Gauleiter Bürckel und Gestapohäuptling Dunckern schlugen seit 1940 mitleidlos auf unsere religiösen Überzeugungen los, zertrümmerten vielfach unsere kirchliche Freiheit und behandelten die Lothringer politisch schlimmer als Sklaven. So verbot man vielen Pfarrern, auch mir persönlich in Dieuze , dreimal im Monat die Sonntagsmesse. Die Polizei zog sogar die Kirchenschlüssel ein. Trotz Androhung schwerster Strafe lasen wir die hl. Messe auch ohne die Kirchenschlüssel. Wir drangen auf Umwegen in die Gotteshäuser. Kinder sollten am Sonntag statt zur hl. Messe ins Kino geführt werden. Einige Kapellen wurden abgerissen. Zahlreiche Pfarrer wanderten in die Verbannung oder in Gefängnisse. Allgemein untersagte Bürckel den Gebrauch der franzö­sischen Sprache auch im rein französischen Sprachgebiet, dies selbst auf der Kanzel und in der Schule. Trotzdem predigte ich jeden Sonntag und hielt auch den Kindern Religionsunterricht in französischer Sprache. Protest folgte auf Protest, brieflich direkt an die Adresse Bürckels, und mündlich von der Kanzel aus. Das war meine heiligste Pflicht. Schweigen wäre Judastat gewesen.

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