Mindestens 228 000 Unglückliche sind von 1933 bis 1945 in Dachau eingesperrt gewesen. Wohl 100 000 leben noch. Sie rufe ich als Zeu­gen an, ob Wichtiges verschwiegen, ob durch das Vergrößerungsglas geschaut, ob poetisch ausgeschmückt oder ob schamlos zusammen­phantasiert worden ist. Es wird manchmal etwas derb hergehen müssen. Von Dingen ist die Rede, über die der wohlerzogene Mensch zu schweigen pflegt. Es geht nicht anders. Der Schleier wird von allem gelüftet, auch wenn die Nerven erschüttert werden, selbst wenn das Schamgefühl Protest erheben möchte. Empfindliche Leute mögen daher die Finger von diesem Buch weglassen!

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Warum aber der ungeschminkte Bericht? Nicht aus Rache, nicht aus Sensationslust, nicht aus Gewinngier. Die Gerechtigkeit fordert Sühne. Wir wollen zeigen, wie tief der Mensch unter das Tier sinkt, wenn er nur nach dem Irdischen giert und alles Höhere in den Kot zieht. Das Gewissen der Völker muß aufgerüttelt und die Menschheit vor der Wiederholung solcher barbarischen Methoden gewarnt werden. Nun würden aber ohne einige biographische Notizen meine Dachauer Erinnerungen zum Teil unverständlich, ja mißverständlich sein. Darum schicke ich voraus: Ich bin in Morsbach bei Forbach am 28. Januar 1883 geboren, verbrachte aber meine Jugendjahre in Petite­Rosselle, dicht an der Grenze. Im Jahre 1910 zum Priester geweiht, wirkte ich von 1919 bis 1939 in der Pfarrei Rech, wo mir die Aufgabe zufiel, mich nebenamtlich mit der Verbreitung katholischer Bücher zu befassen. Im Jahre 1933 übertrug mir der Bischof von Metz die Orga­nisation der Wallfahrten zum hl. Rock nach Trier . Durch die Kolpor­tage und die Trierer Wallfahrten ist mein Name im Saargebiet be­kannt geworden. Von September 1939 bis Oktober 1940 war ich in der Charente evakuiert. Nach meiner Heimkehr ernannte mich der Generalvikar Louis zum Pfarrverweser von Dieuze . Gelegentlich der Verhaftung eines Geistlichen hatte ich mit dem Oberführer der SS Dunkern, Lothringens höchstem Beamten der Gestapo , eine Bespre­chung, und er wünschte mit mir alle Schwierigkeiten, die zwischen Klerus und den Staatsbehörden entstehen, in ,, entgegenkommendster Weise zu regeln." Prälat Louis, der Generalvikar, müsse mir jedoch Vollmachten geben. So kam ich zu dem Titel ,, Bischöflicher Kom­missar", der immerhin nach einem Bischof roch. Obwohl wir manch­

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