Daß ab und zu einer der SS.- Führer auch in den Zellen die Leute erhängte oder erschoß, worüber wir dann am nächsten Morgen gewöhnlich inoffiziell Be scheid erhielten, soll nur nebenbei erwähnt werden Viel unangenehmer wirkte es sich aus, wenn Juden oder Homosexuelle in das Gefängnis eingeliefert wurden. Diesen wurde sofort das Haar geschoren. so daß sie kenntlich waren. Fast ausnahmslos wurden sie sofort nach ihrer Einlieferung in ihrer Zelle verprügelt und beim Antreten oder wenn sie sonst auf den Flur hinaustraten, wurden sie mit ,, marschmarsch" und ,, hinlegen, marsch- marsch" über den Flur bzw. über den Hof gejagt. Sie waren vollkommen rechtlos.
Daẞ leider auch Wehrmachtangehörige in diese Schuld der deutschen Elite verstrickt wurden, ist eine besonders ausgeklügelte und infame Machenschaft Himmlers. Es kam nämlich im Jahre 1944 ein Erlaẞ des obersten SS.- Führers heraus, demzufolge ein gewisser Prozentsatz der KL.- Wachmannschaften an die Front geschickt werden sollte, die durch Wehrmachtangehörige zu ersetzen seien. Durch diese Maßnahme kam eine Anzahl älterer Wehrmachtangehöriger in das Konzentrationslager.
Ich erinnere mich besonders des Feldwebels L., der bei uns an Stelle von Schramm den Einsatz übernahm. Zunächst benahm sich L. einigermaßen korrekt; aber schon nach wenigen Wochen wurde ei von dem Gros der SS.- Mannschaften angesteckt. Was nie im Arbeitseinsatz vorgekommen war, geschah jetzt. L. schlug einem meiner Arbeitskameraden ins Gesicht. Er stellte sich beim Ausrücken der Arbeitskolonnen ans Tor und ließ seine Kommandostimme ertönen, indem er versuchte, noch
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mehr Eindruck es sich an, mi Häftlinge zu tre
die Methoden
der SS.


