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Jedem das Seine : satirische Gedichte / Karl Schnog ; Zeichnungen von Herbert Sandberg ; Nachwort: Eugen Kogon
Entstehung
Seite
41
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ES

ICH SEH DICH SPIELEN, KIND

Ich seh dich spielen, Kind,

Und muß beglückt dein kluges Tun bestaunen. Du spielst so leise, still und ohne Launen

Und bist für alle andern Dinge blind.

Du spielst s0 abgeklärt.

Noch haben Hast und Wollust keine Nahrung. Wohl mischt sich in das leise Tun Erfahrung, Doch nur, was man von Baum und Tier erfährt.

Ich seh dich spielen, Kind, Und meine Sinne werden leicht und freier.| Von vielen Dingen fallen sanft die Schleier,| Ich glaube jetzt, daß sie zu lösen sind.