GLÜHENDE BÜCHER
Sie haben euch zu Haufen aufgeschichtet; Ohnmächt’'ger Haß, von eurem Sein erschreckt, Hat, wutberauscht, den Holzstoß angesteckt,
Die Flamme bäumt sich, zittert, zuckt und leckt. Ihr glimmt nur noch, doch seid ihr nicht vernichtet.
Der rote Widerschein glänzt von den Mauern. Die Henker schaudert, die der Glutschein trifft. Sie spieen Feuer aus und Gall’ und Gift, Doch avus der Asche leuchtet noch die Schrift, Papier zerbröckelt, doch ihr werdet dauern!
Umsonst die Tücke und der Wut Bemühen:
Der gierig-geile Flammenfeverstrahl,
Der Scheiterhaufen— eig’'ner Schande Mal— Strahlt weit hinaus als flammendes Fanal.
Doch ihr: glüht fori! Wir brauchen euer Glühen!
Vor einem herabgebrannten Scheiterhaufen zu singen
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