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Grunde genommen ist sie nicht alberner als andere Frauen. Wie haben wir seinerzeit über das ‚blühende Leben‘ gelacht, hahaha!“
Auch Möhn lachte.„Gewiß, sie ist nicht nur schön, sondern auch amüsant!‘ sagte er.
Am gleichen Abend reiste Rittmeister Möhn nach Wien . Er hatte eirr Kurierabteil für sich allein und benützte die Gelegen- heit, sich einmal richtig auszuschlafen.
- war jetzt berühmt als Inhaberin des Kabaretts„Madame Austria“.
Rittmeister Möhn erfuhr ohne alle Schwierigkeiten vom Portier seines Hotels eine Menge interessanter Einzelheiten über sie. Als sie seinerzeit mit dem Flugzeug aus Deutschland zurückkehrte, galt sie als reich. Sie besaß Geld in Hülle und Fülle und viele wertvolle Schmuckstücke. Natürlich waren ihre Ambitionen un- geheuer gestiegen, sie war vom Ehrgeiz erfüllt, Solotänzerin bei der Oper zu werden. Indessen reichte dazu ihr Können nicht aus. Aufs tiefste verletzt zog sie sich von der Oper zurück und fiel in die Hände einiger gerissener Theaterleute und fragwürdiger Schauspieler, die ihr einredeten, sie sei zugkräftig genug, um allein ein Theater zu füllen und könne weiß Gott auf alle Regisseure und Direktoren verzichten.
Mit ihrem Geld und ihrem Kredit gründeten sie das Kabarett „Madame Austria“, dessen Hauptattraktion sie selbst werden sollte. Mit einem Schlag avancierte die schöne Charlotte zur ersten Schauspielerin, ersten Tänzerin und ersten Sängerin, etwas viel auf einmal. Das Kabarett ging im ersten Monat glänzend, aber dann wurden die Besucher seltener. Es langweilte sie, immer dieselbe hübsche Puppe tanzen zu sehen, die einmal gelb, einmal grün, einmal rot gekleidet war. Als Schauspielerin und Sängerin konnte sie ohnehin nicht gefallen, da nützte ihr die ganze Schön- heit nichts. Seitdem kam das Kabarett„Madame Austria“ nicht mehr aus den Schulden heraus, und zur Zeit, da Rittmeister Möhn eintraf, lag es in den letzten Zügen. Mit einem Wort, es war pleite, wie der Portier sagte.
Rittmeister Möhn speiste mit der schönen Charlotte in seinem Hotel zu Abend, aufs neue begeistert von ihrer Schönheit. Sie war völlig außer sich vor Freude, ihn wiederzusehen.„Wie geht
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