Druckschrift 
Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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aufnahme finde ich besonders hübsch. Sehen Sie diese Gruppe von Büschen und diese bewachsene Pergola! Ich habe an Sie ge­dacht, als ich acht Tage da wohnte. Ich dachte, hier würde es sicher meiner kleinen, stolzen Jüdin gefallen", fügte er hinzu.

Während des Nachmittags kam er öfter auf das Schlößchen zu sprechen, das von seinem Gut leicht zu erreichen war.

,, Ich stelle Ihnen das Schlößchen zur Verfügung, Marion", sagte er. ,, Sie werden die Position einer Fürstin einnehmen und wie eine große Dame unter den Bauern wohnen. Natürlich können Sie auch Ihre Pflegemutter mitbringen und Ihren Vater. Verstehen Sie mich recht, es kann die Zeit kommen, da es Juden nicht mehr erlaubt sein wird, in Deutschland zu wohnen. In diesem Fall werde ich Ihnen und Ihren Angehörigen das Schlöß­chen anweisen, und es kann Ihnen nur angenehm sein, eine sichere Zuflucht zu haben." Da er sah, daß Marion erblaßte, berührte er beruhigend ihre Hand. ,, Noch ist es ja nicht soweit, Marion", sagte er ,,, aber der Tag kann ja jederzeit kommen. Nehmen Sie die Photos mit nach Hause, und wenn Sie irgendwelche Wünsche haben, so sagen Sie es mir. Ich werde dieser Tage auf längere Zeit nach Polen gehen, um dort die Verwaltung einer der eroberten Provinzen zu übernehmen. Wenn ich zurückkomme, werden Sie mir Bescheid sagen, nicht wahr?"

,, Prachtvoll", sagte Mamuschka mit dem eisgrauen Tituskopf, als sie die Photos des Schlößchens betrachtete, prachtvoll, Herr Gauleiter! Aber nicht für uns, und sollten sie auch die Treppen mit Brillanten pflastern. Wenn es soweit ist, so werden wir in die Schweiz fliehen, zu Fuß, wenn es nicht anders geht, und sollten wir ein volles Jahr unterwegs sein."

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VIII

Lehrer Gleichen, der die Dorfschule von Amselwies leitete, hatte täglich bis fünf Uhr Unterricht, und dann war er frei. Um sechs Uhr unternahm er jeden Tag seinen Spaziergang, auch im Winter, wenn es schon völlig dunkel war. Er ging stets die gerade

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