eigenes in Gefahr bringen wollte. Der Gauleiter hatte ihr in zwei Fällen sein Wohlwollen bewiesen, einmal, da er ihrem Vater das Institut zurückgab, sodann als er ihm die Gitter von Birkholz öffnete, wo noch heute viele hundert Juden auf ihre Befreiung warteten.
Zu ihrer Freude sah sie den Gauleiter nur selten, seit er aus Polen zurück war, vielleicht nur einmal im Monat, er schien jetzt wirklich ,, mit Arbeit überhäuft zu sein". Sie sind meine einzige Erholungsstunde in diesen Wochen, sagte er öfter. In ihrem Benehmen ihm gegenüber war sie nun freier und sicherer geworden, und sie pries täglich den erfinderischen Kopf, der das Billardspiel ersonnen hatte, da er ihr die wenigen Stunden in der ,, Burg " erleichterte. Die wenigen Stunden aber verlangten die höchste Aufmerksamkeit von ihr, die sie auch nicht eine Sekunde außer acht lassen durfte. Der Gauleiter wollte sie natürlich und heiter haben, schön, er sah sie natürlich und heiter. Er liebte ihr Lachen, und sie lachte häufig, was ihr nicht schwerfiel. Sie durfte ihn nicht langweilen, auf keinen Fall aber durfte er sie weniger anziehend finden. Das war die schwerste Aufgabe für sie. Sie mußte sich stets reizvoll kleiden und zuweilen sogar eine kleine Koketterie wagen.
als ein verzogene
Willen durchzus
Ob er sie lieb
konnte, das wuf gewiß war aber,
Daß sie Jüdin ist mir völlig g
mich zehn Jahre genügend. Übera zusammenleben. auskam, kann A aber keineswegs keineswegs, ich die Juden mache Weisungen geho gehorchen muß, Amerika ist nich von Dollars den seit Hunderten Initiative, ihrem Warum sollen sie das ungerecht. W man ihnen ja a scheidenheit zu tun, wissen Sie weit gehen und schneiden. Das trügern zu warr Es wäre aber Sie allen Betrüge abschnitten."
Den Dolch hatte sie schon lange weggelassen, es war ein romantischer Einfall von ihr gewesen, von der Angst geboren. Rumpf entdeckte es sofort: ,, Was sehe ich?" sagte er ,,, Sie tragen ja den Dolch nicht mehr? Was wollen Sie denn tun, wenn ein Strolch Sie überfällt?"
,, Ich habe meine Stimme, meine Nägel und meine Zähne", erwiderte Marion, indem sie ihre Zähne zeigte.
Rumpf wollte sich halbtot lachen. ,, Alle Wetter!" rief er aus. ,, Da würde ja sogar ein Schinderhannes davonlaufen."
Sie kannte den Gauleiter nun auch ziemlich gut. Alles bei ihm war Laune. Wenn er seinen Rotwein trank und seine Zigarre rauchte, war ganz gut mit ihm auszukommen. Eitelkeit und Egoismus waren seine auffälligsten Eigenschaften.
Sonst fand sie sein Wesen voller Widersprüche und Rätsel. Sie fand ihn gutmütig und grausam, gesittet und barbarisch, sentimental und zynisch. Oft dachte sie, er ist eigentlich nichts
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Rumpf blickt wahr, man muf werde ich den B Plötzlich brac
war ihm eingefa
Völker würden s


