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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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Der Gauleiter lachte laut auf. ,, Versuchen, versuchen, lieber Möhn", schrie er lachend ,,, wir wollen ihnen das Vergnügen lassen, sie werden bald genug haben. Die blendende Diplomatie des Führers, die Rußland ausschaltete, hat England und Frank­reich ganz einfach aus der Weltgeschichte hinausmanövriert, sie spielen keine Rolle mehr! Meine Herrschaften", fuhr der Gau­leiter fort ,,, ich lade Sie alle zu einer Feier unseres überwältigen­den Sieges über Polen ein, heute abend um zehn Uhr!"

Alle sagten erfreut zu, nur Marion ließ sich entschuldigen, ihr Vater sei zur Zeit leidend und erwarte sie. Der Gauleiter brachte sie aufmerksam bis zur Türe. ,, Es tut mir außerordentlich leid, daß gerade Sie gehen!" sagte er.

Rittmeister Möhn begleitete sie wie immer nach Hause.

VII

Marion befand sich in großen Nöten. Nein, sie hätte den ersten Schritt nie tun dürfen, nie und nimmer! Auch Mamuschka war dieser Ansicht. ,, Man muß sich fernhalten von diesen Ver­ruchten", sagte sie. ,, Man fordert Gott heraus, wenn man ihnen auch nur einen Schritt entgegengeht."

Nun, sie hatte den ersten Schritt getan, und nun war es zu spät. Niemals hätte sie zum Gauleiter gehen dürfen wegen der Schulräume, und wenn sie auch in Schmutz und Staub erstickt wären. Sie hatte sich damals noch geputzt und schön gemacht, o nein, nicht um Rumpf verliebt zu machen in sie, pfui, daran dachte sie nicht im Traum, sondern um ihm angenehm aufzu­fallen, so daß er ihr ihre Bitte nicht ohne weiteres abschlagen konnte. Er sollte auch sehen, daß es Jüdinnen gab, die hübsch waren und sich wie eine Dame zu kleiden verstanden.

Ihre Eitelkeit wurde bestraft! Das Lachen verging ihr, so­bald man ihr in der Schule meldete, Herr Rittmeister Möhn wünsche seine Stunden heute um fünf Uhr fortzusetzen. Sie konnte nicht mehr zurück, sie konnte nicht nein sagen, wenn sie nicht das Leben des Vaters, Mamuschkas und vielleicht ihr

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