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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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gekommen, es mußte abermals Krieg führen, um den Fehler der Verteilung der Erde zu korrigieren, das war seine Meinung.

Er kam langsam in Eifer und trug seine Ansichten einem Pfarrer vor, der immerfort zustimmend nickte.

,, Die Sieger des Weltkriegs hatten, wenn er seine bescheidene Ansicht äußern dürfte, einen ungeheuren Fehler begangen", führte er aus ,,, als sie Deutschland eine solch demütigende Rolle zuwiesen. Sie konnten es nur tun, weil sie das wahre Deutsch­ land überhaupt nicht kannten, ganz und gar nicht! Sie durften ein Volk mit solchen ungeheuren Kräften, solchen Chemikern, Physikern, Chirurgen, Philosophen, Musikern und Dichtern nicht wie ein Balkanvolk behandeln und in seinen engen Gren­zen verkümmern lassen. Nein, das durften sie nicht! Deutsch­ land war jetzt zu einem neuen Waffengang für Recht und Ge­rechtigkeit angetreten und die Kanonen mußten entscheiden. Ich war Batterieführer und weiß sehr wohl, was deutsche Kanonen leisten!"

Der Pfarrer nickte und bestellte sich eine neue Flasche Mosel . Und begeistert erhob sich Fabian bei einem neuen Trink­spruch auf ein größeres Deutschland ".

Gegen zwei Uhr verabschiedete sich der Gauleiter mit seinen Adjutanten, um Hauptmann Frey zum Bahnhof zu begleiten. Heiter und jovial winkte Rumpf allen Gästen zu, die auf­gesprungen waren.

Nach seinem Weggang artete die Feier zu einer wahren Orgie aus. Ziemlich bezecht erreichte Fabian am Morgen sein Zimmer.

V

Das Auto hielt vor dem Hause Wolfgang Fabians in Jakobs­bühl, und die beiden Damen Lerche- Schellhammer stiegen aus dem Wagen.

Verlassen und öde lag das Haus des Bildhauers da, die kleinen grüngestrichenen Fensterläden, verschossen in der Sonne, waren geschlossen. Der wilde Wein, der an der Hauswand aus dem

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